Skip to content
Kompetenzzentrum Vielfalt
WIR Lotsen in Hessen

Gute Beispiele

Wetzlar: Brücken für ein gutes Miteinander

Seit 2013, als Wetzlar einer der sechs hessenweiten Standorten des Programms „Modellregion Integration“ war, gibt es in der Stadt Integrationslotsinnen und -lotsen. „Die Initiative erfolgte von der Stadt aus und sie beauftragte das Freiwilligenzentrum Mittelhessen mit der Umsetzung“, erinnert sich Karin Buchner, Leiterin des Zentrums. „Die Unterstützung war wichtig, denn dadurch erhielt das Projekt bald einen hohen Bekanntheitsgrad und unsere Lotsinnen und Lotsen konnten schnell loslegen.“ Inzwischen wurden über 70 Integrationslotsinnen und -lotsen ausgebildet, über 90 Prozent davon mit Migrationsgeschichte, etwa 15 Personen sind zur Zeit aktiv.

Unterstützung für Geflüchtete in Hanau

Auf dem ehemaligen Kasernengelände in Hanau ist immer etwas los. Waren in der Erstaufnahme des Landes zeitweise 1.500 Geflüchtete untergebracht, leben heute auf dem Sportsfield-Gelände in der kommunalen Gemeinschaftsunterkunft noch etwa 850 Menschen in zehn Gebäuden. „Die Erstaufnahme ist nun ganz geschlossen, wir jedoch können noch einige Jahre bleiben“, berichtet der Hanauer WIR-Fallmanager Andreas Jäger.

Starkes Ehrenamt in Altenstadt

In der Freiwilligenagentur Altenstadt-Aktiv ist Barbara Unger schon lange mit von der Partie. Sie sagt von sich selbst: „Ich geh – ums hessisch zu sagen – einfach auf die Gass', da begegnet mir wer oder ich sehe was! Daraus wird eine Idee gesponnen oder die nächste Aktivität begonnen! Dabei bleib ich beweglich, wunderbar und im Oberstübchen, so hoff' ich, klar!“ Mit diesem Humor und dieser Herzlichkeit kümmert sie sich als Integrationslotsin der ersten Generation vor allem um junge Mütter und ihre Kinder und ist im Lotsenteam eine begehrte Ansprechpartnerin. Für ihr Engagement wurde Barbara Unger im Juni 2018 im Wiesbadener Schloss Biebrich im Rahmen eines Festaktes vom Land Hessen geehrt.

Wege weisen in Rodgau und Seligenstadt

Der Ausflug nach Heidelberg Ende Juni 2018 war für die Integrationslotsenteams aus Rodgau und Seligenstadt ein Highlight, zumal keiner von ihnen die Stadt bisher kannte. Es war der Wunsch beider Teams, sich nach ihrer Qualifizierung bei der Caritas im November 2017 wieder zu treffen. Für Suraya Schahin war es das erste Mal, dass sie ohne ihre Familie unterwegs war, „eine ganz neue und schöne Erfahrung“.

Das Hattersheimer Modell ist Vorreiter im Kreis

Seit vielen Jahren lebt Sara Girmay Solomon alleine in Deutschland. Die Tochter von äthiopischen und eritreischen Eltern hatte in der Heimat studiert und möchte dies auch in Deutschland tun. Doch bis dazu alle Voraussetzungen erfüllt sind, ist für sie auch ehrenamtliches Engagement wichtig. Sie möchte helfen und gleichzeitig ihre sozialen Kontakte in der neuen Heimatstadt Hattersheim ausbauen. So kam sie vor einigen Jahren ins Stadtteilbüro der Hattersheimer Siedlung, lernte dort das zehnköpfige Integrationslotsenteam kennen und absolvierte selbst eine Basisqualifikation.

Kreis Fulda: Fokus auf Geflüchtete

Die Hilfsbereitschaft im Kreis Fulda war sehr groß, als Geflüchtete 2015/16 den Gemeinden zugewiesen wurden. Zahlreiche Ehrenamtliche übernahmen die Aufgabe, die Menschen willkommen zu heißen und ihnen auf dem ersten Weg zu helfen. Auf Anraten der WIR-Koordinatorin stellte der Kreis, genauer die kreiseigene Freiwilligenagentur Treffpunkt aktiv, den Antrag zur Qualifizierung von Integrationslotsinnen und -lotsen.

In Eschwege stehen die Zeichen auf Integration

Die Werkstatt für junge Menschen Eschwege e.V. hat nichts mit Reparaturen und schmutzigen Händen zu tun. Vielmehr ist die seit 1983 bestehende Einrichtung ein gemeinnütziger Verein und Mitglied im Diakonischen Werk Hessen. Der Verein bietet Beratung und Hilfen für junge Menschen und Erwachsene an, die arbeitslos oder von Arbeitslosigkeit bedroht sind – seit Langem auch für jungen Migrantinnen und Migranten.

Interkulturelles Ehrenamt in Rüsselsheim

Frauen und Mädchen mit Migrationshintergrund zu stärken und ins Ehrenamt zu holen, das war 2010 die Grundidee von Carmen Größ vom Frauenzentrum Rüsselsheim bei der Realisierung eines Integrationslotsenprojekts. Die Stadt, in Person von Mostafa Lyasami vom Interkulturellen Büro, unterstützte diese Idee und im Rahmen des Landesprojekts „Modellregion Integration“ gab es über drei Jahre entsprechende Fördermittel.

Qualifizierung in Offenbach

Noch gehört das Freiwilligenzentrum Offenbach zu den Neulingen im WIR-Lotsenprogramm, doch haben 2018 bereits zwei Basisqualifizierungen stattgefunden. Bei einer Pressekonferenz im Offenbacher Rathaus erhielten die 13 neuen Integrationslotsinnen und -lotsen im Dezember 2018 ihre Zertifikate aus Händen von Wiebke Schindel, Referatsleiterin im Hessischen Ministerium für Soziales und Integration, und Sabine Groß, Offenbacher Sozialdezernentin.

Dreieich: Eltern ins Boot holen

Auslöser für das Projekt „Elternlotsen Dreieich“ war eine Unzufriedenheit im Team des evangelischen Kindergartens im Ortsteil Sprendlingen. Es hat festgestellt, dass es mit seiner klassischen Kita-Arbeit die Familien nicht mehr so gut erreichten. Der Familienalltag hatte sich gewandelt. Da kam 2005 das Projekt des Kreises Offenbach „Wir nehmen alle mit“ gerade recht. Ein Baustein des Projekts waren die Idee der Elternlotsen und das passte.

Integration durch Bildung in Viernheim

„Situationsangepasste Übersetzungstätigkeit“ – das ist ein Begriff, über den man zu Beginn vielleicht stolpert, aber er stimmt. Was passiert zum Beispiel, wenn einer zugewanderten Familie erläutert wird, dass die Kinder in Deutschland zur Einschulung eine Schultüte bekommen? Wann bringt man eine Schultüte mit? Was gehört in eine Schultüte? Wie sieht eine Schultüte aus? Scheinbar selbstverständliches Wissen, das man aber nicht hat, wenn es in dem Herkunftsland es nie eine Schultüte gegeben hat.

Erfolgreiches Lotsenprojekt in Oberursel

Seit 2014 gibt es im Hochtaunuskreis Integrationslotsinnen und -lotsen und genauso lange ist Sofia Nurhosien mit von der Partie, zunächst als Lotsin, dann als koordinierende Lotsin beim Internationalen Bund (IB). Seit Sommer 2018 ist sie beim IB als Teilzeitkraft für mehrere Projekte zuständig, unter anderem auch für die hauptamtliche Koordinierung der momentan 18 Lotsinnen und Lotsen.

Interkulturelle Rentenlotsen in Frankfurt

Integrationslotsinnen und -lotsen und Rentenfragen – das ist seit inzwischen 15 Jahren Alltag in Frankfurt, wo rund 50.000 Bürgerinnen und Bürger mit Migrationshintergrund leben, die älter als 60 Jahre sind (Stand 2017). Und es werden immer mehr. „Wie kommen denn diejenigen zurecht, die die Sprache nicht so gut kennen?“ fragte sich Vlade Ljujić, als er sich in den 1990er-Jahren um seine eigene Rente kümmerte.