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Kompetenzzentrum Vielfalt
Service für Projektträger

Aufwandsentschädigung

Aus dem Landesprogramm WIR können Integrationslotsinnen und -lotsen eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 5 € pro Stunde für durchschnittlich maximal sechs Stunden pro Woche erhalten (höchstens 276 Stunden pro Jahr). Sind sie ehrenamtlich in der Koordinierung des lokalen Projekts tätig, so kann eine Aufwandsentschädigung für durchschnittlich maximal neun Stunden gezahlt werden (maximal 414 Stunden pro Jahr).

Diese Aufwandsentschädigung ist keine Bezahlung, sondern deckt Fahrt- und andere Kosten ab, die den WIR Integrationslotsinnen und -lotsen im Rahmen ihres ehrenamtlichen Einsatzes entstehen.

Die Aufwandsentschädigung kann im Rahmen der Übungsleiterpauschale (Lotsinnen und Lotsen werden aufgrund ihrer begleitenden Tätigkeit einer Übungsleitung gleichgestellt) als steuerfreie und sozialabgabefreie nebenberufliche Tätigkeit geltend gemacht werden. Hierzu gelten folgende Regelungen:

  • Der Steuerfreibetrag beträgt hier nach § 3 Nr. 26 EStG insgesamt 3.000 Euro pro Jahr (erhöht um 600 Euro Anfang Januar 2021). Alles was über diesem Betrag liegt, wenn zum Beispiel mehrere ehrenamtliche Tätigkeiten mit einer Aufwandsentschädigung erfolgen, muss versteuert werden. Hierbei handelt es sich um einen Jahresbetrag, welcher nicht zwingend aufgeteilt werden muss, wenn die Tätigkeit nur wenige Monate umfasst. Auch wenn der Freibetrag nicht ausgeschöpft wird, muss dem Finanzamt die Höhe der erhaltenen Aufwandsentscheidungen mitgeteilt werden.
  • Für Ehrenamtliche, die Anspruch auf Sozialleistungen haben oder im Asylbewerberleistungsbezug sind, gelten gesonderte Regelungen, z.B.: Eine Anrechnung als Einkommen auf Leistungen für Erwerbslose oder Menschen im Hartz-IV-Bezug fällt nur dann nicht an, wenn die monatliche Auszahlung 200 Euro nicht überschreitet. Es besteht dennoch die Verpflichtung, die Ämter über die erhaltene Aufwandsentschädigung zu informieren.