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Kompetenzzentrum Vielfalt
WIR Lotsen

Ihre Fragen

An dieser Stelle haben wir zahlreiche Fragen aufgeführt, die rund um das WIR-Integrationslotsen-Projekt bereits gestellt wurden. Neben einer kurzen und knappen Antwort verweisen wir jeweils auf weitere Informationen auf unserer Seite oder beim Integrationskompass des Ministeriums für Soziales und Integration. Viel Spaß beim Stöbern. Und sollten Sie weitere Fragen haben, dann nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf.

  • Was machen ehrenamtliche Integrationslotsinnen und -lotsen?

    Die Aufgaben der ehrenamtlichen WIR-Integrationslotsinnen und -lotsen sind vielfältig: Begleitung zu Ämtern, Behörden, Banken, Elterngespräche in Kitas und Schulen oder Aufzeigen von Möglichkeiten für Bildung, Freizeit und Kulturelles. Im Vordergrund dabei steht die Hilfe zur Selbsthilfe. Integrationslotsinnen und -lotsen weisen Wege und sind keine Paten. Siehe weitere Informationen in der Kurzfassung oder Langfassung der Broschüre "Kernprofil" unter Materialien des Kompetenzzentrums.

  • Wer ist antragsberechtigt, ein WIR-Integrationslotsen-Projekt durchzuführen?

    Antragsberechtigt sind alle kommunalen, kirchlichen und gemeinnützigen Träger. Dies gilt auch für gemeinnützige Migrantenorganisationen. Siehe auch Informationen bei der Förderrichtlinie zum Landesprogramm WIR unter Materialien. Weitere Informationen zur Antragstellung erhalten Sie unter dem Menüpunkt Service.

  • Welche Maßnahmen fördert das Land für Integrationslotsen-Projekte?

    Beim Integrationslotsen-Projekt fördert das Land im Rahmen des Landesprogramms WIR die Basisqualifikation und Vertiefungsseminare für ehrenamtliche Integrationslotsinnen und -lotsen sowie ihren Einsatz vor Ort. Siehe weitere Informationen bei der Förderrichtlinie zum Landesprogramm WIR und den FAQ unter Materialien.

  • Wird die Integrationslotsentätigkeit bezahlt?

    Eine ehrenamtliche Tätigkeit wird nicht bezahlt. Die ehrenamtlichen WIR-Integrationslotsinnen und -lotsen erhalten jedoch eine Aufwandsentschädigung von 5 € pro Stunde für zum Beispiel Fahrtkosten. Die Aufwandsentschädigung wird vom Land gefördert. Siehe weitere Informationen in der Förderrichtlinie zum Landesprogramm WIR.

  • Welche Antragsunterlagen sind für das WIR-Integrationslotsen-Projekt notwendig?

    Zusammen mit dem Förderantrag sind ein Kosten- und Finanzierungsplan sowie eine Kurzkonzeption und Detailangaben beim Regierungspräsidium Darmstadt einzureichen. Weitere Informationen lesen Sie bitte unter dem Punkt "Antragstellung" im Bereich Service nach. Bitte kontaktieren Sie uns oder das Regierungspräsidium Darmstadt bei offenen Fragen.

  • Wo gibt es WIR-Integrationslotsen-Projekte in Hessen?

    Hessenweit sind in knapp 40 Kommunen WIR-Integrationslotsinnen und -lotsen tätig, die zuwanderte Menschen ehrenamtlich dabei unterstützen, Hemmschwellen zu überwinden, bürokratische Hürden zu meistern und besser in der neuen Heimat anzukommen – vom Kreis Kassel im Norden bis Viernheim im Süden, von Lorch im Westen bis Fulda im Osten des Landes.

  • Wer kann WIR-Integrationslotsin oder -lotse werden?

    Eine Integrationslotsentätigkeit können alle Menschen aufnehmen, die Spaß und Interesse daran haben, mit verschiedenen Kulturen zusammenzutreffen und Menschen beim Ankommen in der neuen Heimat zeitweise zu unterstützen. Integrationslotsinnen und -lotsen sollten sich vor Ort gut auskennen und gut Deutsch sprechen, lesen und schreiben können (mindestens B2-Niveau). Eigene Integrationserfahrung ist von Vorteil, aber kein Muss. Siehe weitere Informationen in der Kurzfassung oder Langfassung der Broschüre "Kernprofil" unter Materialien des Kompetenzzentrums.

  • Welche Fristen gilt es bei der Beantragung für WIR-Integrationslotsen-Projekte zu beachten?

    Im Integrationslotsen-Bereich gibt es keine Fristen zur Einreichung von Anträgen. Aufgrund einer notwendigen Zeit zur Antragsprüfung durch die Bewilligungsbehörde, dem Regierungspräsidium Darmstadt, ist der Antrag rechtzeitig vor Maßnahmebeginn dort einzureichen, etwa vier Wochen vorher. Allerdings sollte bei neuen WIR-Integrationslotsen-Projekten darauf geachtet werden, dass eine Basisqualifizierung frühestens für April eines Jahres beginnen kann. Informationen zu Fristen zum Beispiel zur Abgabe des Verwendungsnachweises etc. können dem jeweiligen Bewilligungsbescheid entnommen werden. Im Bereich Service erhalten Sie weitere Informationen zur Antragssstellung und Abrechnung der beantragten Maßnahmen.

  • Welche Qualifizierungen bietet das Kompetenzzentrum Vielfalt – WIR Lotsen an?

    Wir bieten keine Qualifizierungen an, unterstützen aber Sie als Projektträger mit Informationen und Materialien bei der Ausgestaltung Ihrer Basisqualifizierungen und Vertiefungsseminare zur Aus- und Weiterbildung Ihrer ehrenamtlichen WIR-Integrationslotsinnen und -lotsen.

  • Was ist die Basisqualifizierung für ehrenamtliche Integrationslotsinnen und -lotsen?

    Mit Basisqualifizierungen entsprechend den Förderrichtlinien erhalten ehrenamtliche WIR-Integrationslotsinnen und -lotsen das notwendige Rüstzeug für ihre Tätigkeit. Liegen vergleichbare Qualifizierungen vor, kann eine Anerkennung durch das Regierungspräsidium Darmstadt erfolgen. Die Basisqualifizierungen werden vom Landesprogramm WIR gefördert.

  • Welchen Umfang und welche Inhalte hat eine Basisqualifizierung?

    Gefördert werden bei der Basisqualifikation für WIR-Integrationslotsinnen und -lotsen mindestens 20 Unterrichtseinheiten (à 45 Minuten), höchstens 36 Unterrichtseinheiten. Inhalte sind unter anderem: Erwartungen und Anforderungen, Rollenverständnis und Auftrag, Möglichkeiten und Grenzen des Ehrenamtes, interkulturelle Kommunikation, Gesprächsführung, Umgang mit Konflikten, Nähe und Distanz, Kennenlernen der Vernetzungspartner, der Einrichtungen und ihre Aufgaben vor Ort.

  • Wer kann die Basisqualifikation durchführen?

    Wir haben einen Pool von Referentinnen und Referenten aufgebaut und können für Teilbereiche oder auch für eine komplette Basisqualifikation die entsprechenden Kontakte vermitteln.

  • Warum sind die Integrationslotsinnen und -lotsen ehrenamtlich tätig?

    Mit dem Integrationslotsen-Projekt möchte das Land Hessen die ehrenamtlichen Strukturen vor Ort stärken. Dazu gehört auch, dass sich mehr Menschen mit Migrationserfahrung engagieren, die sich besonders gut in die Situation der Zugewanderten einfühlen können. Wenn sich Freiwillige als ehrenamtliche Integrationslotsinnen und -lotsen engagieren, sind sie von diesem Engagement überzeugt. Auch wird durch die ehrenamtliche Tätigkeit eher ein Agieren auf Augenhöhe mit den Ratsuchenden sichergestellt. Siehe weitere Informationen in der Kurzfassung oder Langfassung der Broschüre "Kernprofil" unter Materialien des Kompetenzzentrums.

  • Wie häufig können ehrenamtliche WIR-Integrationslotsinnen und -lotsen tätig sein?

    Um der Tätigkeit eines Ehrenamts gerecht zu werden, ist der Einsatz der WIR-Integrationslotsinnen und -lotsen auf maximal 276 Stunden pro Jahr (bis zu 6 Stunden pro Woche in 46 Wochen) begrenzt. Bei koordinierenden Lotsinnen und Lotsen sind es maximal 414 Stunden pro Jahr (bis zu 9 Stunden pro Woche in 46 Wochen). Siehe weitere Informationen in der Förderrichtlinie und den FAQ unter Materialien.

  • Warum sollten Menschen ehrenamtlich als Integrationslotsin oder -lotse tätig werden?

    WIR-Integrationslotsinnen und -lotsen erfahren in ihrer Tätigkeit eine persönliche Weiterentwicklung sowie neue Kontakte. Sie können ihre Kompetenzen nutzen und ausbauen. Vielfach zeigte sich bei Lotsinnen und Lotsen mit Migrationserfahrung, dass die Tätigkeit auch stärker zu ihrer eigenen Integration beiträgt. Siehe weitere Informationen in der Kurzfassung oder Langfassung der Broschüre "Kernprofil" unter Materialien des Kompetenzzentrums.

  • Für welche Tätigkeiten können ehrenamtliche Integrationslotsinnen und -lotsen eine Aufwandsentschädigung erhalten?

    Einsätze von ehrenamtlichen WIR-Integrationslotsinnen und -lotsen, für die Aufwandsentschädigungen geltend gemacht werden können, sind zum Beispiel: Begleitung von Ratsuchenden zu Ämtern und Behörden, zu Ärzten und Krankenkassen, sprachliche Unterstützung (kein Dolmetschen), Beratung in Sprechstunden zu Bildung, Freizeit sowie kollegiale und koordinierende Teamtreffen. Vertiefungsseminare sind kostenlose Weiterbildungen und können nicht als Einsatz geltend gemacht werden. Siehe weitere Informationen in der Förderrichtlinie zum Landesprogramm WIR und in den FAQ.

  • Wie werden die Basisqualifizierungen, Vertiefungsseminare und der Aufwand für die Integrationslotsinnen und -lotsen abgerechnet?

    Mit der Genehmigung einer Maßnahme zum WIR Integrationslotsen-Projekt versendet das Regierungspräsidium Darmstadt (RP) einen Zuwendungsbescheid. Dieser basiert auf dem mit dem Antrag vorgelegten Kosten- und Finanzierungsplan. Im Bereich Service haben wir unter "Abrechnung" weitere wichtige Informationen zu dem Thema für Sie hinterlegt.

  • Was machen koordinierende Integrationslotsinnen bzw. -lotsen?

    Koordinierende WIR-Integrationslotsinnen und -lotsen übernehmen neben den Lotsentätigkeiten auch koordinierende Aufgaben, dies in enger Abstimmung mit den Verantwortlichen für das Projekt. Das können die Organisation von Teamtreffen sein, die Unterstützung bei der Abrechnung der Aufwandsentschädigungen, Terminvereinbarungen mit Hilfesuchenden und anderes mehr. Siehe weitere Informationen in der Förderrichtlinie und FAQs des Landes.

  • Wie kann man mehr über die verschiedenen WIR-Integrationslotsen-Projekte erfahren?

    Zu jedem WIR-Integrationslotsen-Projekt haben wir in einer Datenbank Daten und Fakten zusammengestellt, die ständig aktualisiert werden. Um darüber hinaus die Projekte, ihre Besonderheiten und Erfahrungen vorzustellen, ist bereits eine Sammlung von „Guten Beispielen“ entstanden.

  • Wie erfolgt die Ansprache potenzieller Integrationslotsinnen und -lotsen?

    Auf unterschiedlichen Wegen lassen sich Interessenten für ein örtliches WIR-Integrationslotsenprojekt erreichen: Presseveröffentlichungen, Homepage, Facebook, Mundpropaganda, direkte Ansprache, über Migrantenvereine oder andere Gruppierungen ... Wir können mit Musterpresserklärungen die Öffentlichkeitsarbeit vor Ort unterstützen.

  • Wie kann das Integrationslotsen-Projekt vor Ort bekannt gemacht werden?

    Es gibt mehrere Möglichkeiten, das Lotsenprojekt vor Ort bekannt zu machen. Eine Presseinformation zum Abschluss der Basisqualifikation mit Übergabe der Zertifikate ist nur eine. Wertschätzend für die neuen Integrationslotsinnen und -lotsen sowie interessanter für die Öffentlichkeit ist, wenn jemand Prominentes aus dem Rathaus oder Kreishaus die Zertifikate überreicht. Wir können mit Musterpresseerklärungen die Öffentlichkeitsarbeit vor Ort unterstützen. Weitere Bekanntmachungen sollten durch Ansprache der Einrichtungen erfolgen. Dabei können die Integrationslotsinnen und -lotsen die Koordination unterstützen.

  • Wo können WIR-Integrationslotsinnen und -lotsen eingesetzt werden?

    WIR-Integrationslotsinnen und -lotsen können bei Ämtern und Behörden, bei Ärztinnen und Ärzten und anderen in Form von sprachlicher Begleitung eingesetzt werden, bei Beratungsgesprächen in Kitas, Schulen, Beratungsstellen etc., bei thematischen oder allgemeinen Sprechsstunden des Lotsenprojektes. Ziel ist, den Ratsuchenden den Weg zu weisen, damit sie sich schneller selbst zurecht finden. Siehe weitere Informationen in der Kurzfassung oder Langfassung der Broschüre "Kernprofil" unter Materialien des Kompetenzzentrums.

  • Wie gut müssen WIR-Integrationslotsinnen und -lotsen die deutsche Sprache beherrschen?

    Gute Kenntnisse in der deutschen Sprache – sprechen, lesen und schreiben, mindestens B2-Niveau – sind Voraussetzung für die Tätigkeit als WIR-Integrationslotsin oder -lotse. Siehe weitere Informationen in der Kurzfassung oder Langfassung der Broschüre "Kernprofil" unter Materialien des Kompetenzzentrums.

  • Sind ehrenamtliche WIR-Integrationslotsinnen und -lotsen bei ihrer Tätigkeit versichert?

    In der Regel sind Ehrenamtliche über die Organisation, für die sie tätig sind, haftpflicht- und unfallversichert. Darüber hinaus sind alle Hessen, die sich ehrenamtlich engagieren, über die Rahmenverträge, die das Land Hessen mit der Sparkassenversicherung geschlossen hat, versichert. Die Rahmenvereinbarungen des Landes Hessen mit den Versicherungsträgern umfassen Unfall- und Haftpflichtversicherung. Sie treten dann in Kraft, wenn ein Schaden nicht durch eine private oder andere vorrangige Versicherung abgedeckt ist.

  • Welcher Zeitumfang ist nötig bei der Tätigkeit als WIR-Integrationslotsin oder -lotse?

    Die Integrationslotsen-Tätigkeit ist zeitlich in der Regel sehr flexibel. Von Vorteil sind Zeitfenster am Vor- und Nachmittag während der üblichen Bürozeiten. Um dem Ehrenamt gerecht zu werden, ist der Einsatz der WIR-Integrationslotsinnen und -lotsen jedoch auf maximal 276 Stunden pro Jahr (bis zu 6 Stunden pro Woche in 46 Wochen) begrenzt. Bei koordinierenden Lotsinnen und Lotsen sind es maximal 414 Stunden pro Jahr (bis zu 9 Stunden pro Woche in 46 Wochen). Siehe weitere Informationen unter der Förderrichtlinien und den FAQ.

  • Was ist bereits beim Kompetenzzentrum Vielfalt – WIR Lotsen passiert?

    Am 22. September 2017 wurde das Kompetenzzentrum Vielfalt – WIR Lotsen durch Übergabe des Förderbescheids durch Staatssekretär Jo Dreiseitel eröffnet. Seitdem finden regelmäßig Vernetzungstreffen statt und wir informieren unter Aktuelles über Neuerungen und Veranstaltungen und haben gleichzeitig damit eine Art Archiv aufgebaut.

  • Was ist die LAGFA?

    Die Landesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen in Hessen (LAGFA Hessen e. V.) ist der Dachverband hessischer Freiwilligenagenturen und engagementfördender Initiativen. Ziel des Vereins ist, die Arbeit der Mitgliedsagenturen zu unterstützen und bürgerschaftliches Engagement in all seinen Facetten zu stärken. Bei LAGFA angesiedelt ist das Kompetenzzentrumm Vielfalt – WIR Lotsen – ein Projekt des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration.

  • Müssen Ehrenamtliche wegen der Aufwandsentschädigungen mit Kürzungen bei Sozialleistungen rechnen?

    Zahlungen aus einer ehrenamtlicher Tätigkeit werden nicht auf Sozialleistungen (Hartz IV, ALG 1, Grundsicherung, Wohngeld) angerechnet, wenn sie die Summe von 200 € pro Monat bzw. 2.400 € pro Jahr nicht übersteigen. Denn diese gelten dann nicht dem Gelderwerb, sondern als Entschädigung für den entstandenen Aufwand (Aufwandsentschädigung). Dem Jobcenter müssen alle Zahlungen aus ehrenamtlicher Tätigkeit angegeben werden, auch wenn klar ist, dass sie nicht angerechnet werden. Die Koordination von Lotsenprojekten sollte auf das Thema hinweisen.

  • Müssen Aufwandsentschädigungen versteuert werden?

    Solange Zahlungen aus ehrenamtlicher Tätigkeit dazu verwendet werden, den entstandenen Aufwand für diese Tätigkeit abzudecken, müssen Ehrenamtliche in Erwerbstätigkeit, Rente oder Elternzeit die erhaltene Aufwandsentschädigung nicht versteuern. Ein durchschnittlicher Richtwert sind 200 € pro Monat bzw. bis zu 2.400 € pro Jahr, die steuerfrei sind. Die Koordination von Lotsenprojekten sollte die Ehrenamtlichen auf das Thema hinweisen.

  • Was macht das Kompetenzzentrum Vielfalt – WIR Lotsen?

    Das Kompetenzzentrum Vielfalt – WIR Lotsen ist die Servicestelle für bestehende und neue Trägerorganisationen von Integrationslotsen-Projekten, für die Kommunen sowie ehrenamtliche WIR-Integrationslotsinnen und -lotsen.